Christian Ludwig (1622-1665) Herzog zu Braunschweig-Wolfenbüttel  

Herzog Christian Ludwig

Kupferstich um 1645, Historisches Museum, Hannover ©

Dieser Kupferstich zeigt den jungen Herzog Christian Ludwig auf einem springenden Ross vor dem Hintergrund der Stadt Hannover. Herzog Christian Ludwig war, als er die Regierung des Fürstentums Calenberg  in Hannover 1641 antreten musste, nur schlecht ausgebildet. Außerdem war er an der Ausübung seiner Regierungsgeschäfte nur wenig interessiert. Seine Interessen lagen in der Vergnügungssucht und dem Alkohol. Die Bürger Hannovers fühlten sich durch das übermütige Auftreten des Herzogs in ihren Rechten beschnitten. Als im Jahre 1648 sein Onkel, Herzog Friedrich (1571-1648), in Celle verstarb wechselte Christian Ludwig nach Celle, um dort die Regierung des begehrten Fürstentum Lüneburg anzutreten. In Hannover übernahm noch im selben Jahr sein jüngerer Bruder, Georg Wilhelm (1624-1705), die Regierungsgeschäfte. Wie bereits in Hannover, so entwickelte Christian Ludwig wenig Ehrgeiz für eine vernünftige Regierungsarbeit. Doch wurde der Herzog in Celle von seinem Statthalter Schenk von Winterfeld und dem Großen Kurfürsten von Brandenburg, Friedrich Wilhelm,  beraten. Christian Ludwig begann mit dem Wiederaufbau der Armee des Gesamthauses Braunschweig - Lüneburg und errichtete Befestigungsanlagen gegen die Schweden. Seine Ehe mit Dorothea von Holstein - Glücksburg blieb kinderlos. Somit fiel das Fürstentum Lüneburg nach seinem Tod im Jahre 1665 an den jüngeren Bruder Georg Wilhelm, der bereits einige Jahre zuvor in Hannover das Fürstentum Calenberg regierte.

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Lit.: vgl. Heil unserm König! Herzöge, Kurfürsten, Könige in Hannover Hannover 1995

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